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Råstrand die Perle Lapplands, wie heisst es so schön auf der Webseite von Råstrand
"Just living in Paradise"
Unser Leben in Schweden
Sandra & Pesche, (Hucky, Onna, Onni)
KW14
30.03.26 – 05.04.26
Am Montag haben wir einige Postpakete erhalten, welche ausgepackt und kontrolliert werden müssen. Zum einen Wolle für mich und div. Süssigkeiten wie weisse und normale Toblerone, welche wir hier im Laden nicht kaufen können. Später fahren wir nach Blattnicksele um ein weiteres Paket abzuholen, diesmal ist es ein Fischerkoffer/Rucksack, in welchem sowohl sämtliches Fischermaterial verstaut werden kann, und aber auch als Sitzgelegenheit beim Fischen dient.
Am Dienstag habe ich meinen ersten Massagetermin bei Anna. Es hat sich gut angefüllt, ich werde auf jeden Fall wieder gehen.
Am Mittwoch bekommen wir unsere schwedischen Fahrausweise, welche wir in Gargnäs abholen können. Jetzt können wir wieder mit einem Originalfahrausweis umherfahren. Unsere Schweizer Fahrausweise wurden wohl entsorgt. Wir behalten zur Sicherheit unsere Kopien, da die Buchstaben nicht ganz identisch sind mit denen der Schweiz.
Am Donnerstag fahren wir nach Skellefteå, um wieder einmal richtig einkaufen zu gehen. Im Jula wollen wir einen Wagenheber kaufen, da wir ja jetzt die Pneus aller unserer Fahrzeuge zweimal im Jahr selber wechseln müssen. Und in Skellefteå hat es einen grossen COOP, dort finden wir grosse Stücke Schweizer Gruyère und französischen Compte, welche wir für Käsefondue verwenden wollen. Sampo liebt Käse, hat aber noch nie ein Käsefondue gegessen, dem müssen wir natürlich Abhilfe schaffen. Die Verkäuferin meinte sie habe noch nie soviel Käse auf einmal verkauft.
Am Karfreitag färbe ich Ostereier. Natürlich nach alter Schweizer Tradition, mit Zwiebelschalen und Kräuter. Da die Natur noch keine Kräuter und Blätter hervorgebracht hat, habe ich mir Motivstanzer mit Blättermotiven besorgt. Pesche fräst in der Zwischenzeit eine Schneise in den Schnee, so dass wir in absehbarer Zeit unsere Holzabfallberge vor dem Haus entsorgen können. Sobald der Schnee weggeschmolzen ist.
Am Samstag gibt es in Tjomptjärn ein Wettfischen. Pesche fährt mit dem Snowmobil dorthin, der Scooterclub, organisiert dass immer am Ostersamstag. Fast alle Bewohner von Råstrand sind dort und gefühlt der Rest der näheren Umgebung im Umkreis von 50 Km. Pesche hat mit Julia 185 Snowmobile teils mit 2 Anhänger gezählt. Fast alle haben einen kleinen Grill dabei und es duftet nach Sandwichbrote, Popcorn, Hamburger, Würste und vor allem nach Kaffee. Beim Zurückfahren braucht Pesche das erste Mal die Pannenhilfe von Alexander. Grund bei der Überquerung eines Moorgrabens von ca. 1.5m Breite, hatte er zu wenig Anlauf um mit den Vorderkufen die Stelle zu überspringen, so landet man halt im Moorgraben und das Snowmobil kam auf der Seite zum Liegen. Na ja, patschnass und dreckig wie ein Schw… krabbelte er aus dem gut riechenden Moor. Ein Telefon und 1.5 Stunden später ist das Problem gelöst und das Snowmobil steht wieder auf dem Track. Es ist wirklich wahr, was die Schweden sagen. Es wird auch bei minus Graden und Patschnass nicht kalt, wen man mit dem Snowmobil ein Problem hat. Das Schaufeln und Aufrichten oder das Nachhause laufen gibt warm.
Am Ostersonntag gilt es nun die stinkenden und noch feuchten Kleider zu waschen, um sie für die kommende Woche wieder anziehbereit zu halten. Heute Morgen ist die Landschaft wieder mit Schnee bedeckt. Allerdings dürfte es sich wieder um nass Schnee handeln, es tropft ununterbrochen vom Dach. Somit ist auch ein Radwechsel am Mercedes hinfällig, solange es noch Schnee hat ist man hier mit Spikes besser unterwegs. Wir wünschen schöne Ostern.
KW13
23.03.26 – 29.03.26
Am Montag gibt ein ruhiger Tag, ausser mit den Hunden nach draussen zu gehen, machen wir nichts Spezielles.
Am Dienstagmorgen fahren wir nach Lycksele um Fotos für die Fahrausweise zu machen. Dank unser Schweizer Überpünktlichkeit können wir die Fotos an einem Automaten direkt machen, als wir fertig sind hat es eine grössere Schlange an Jungen Schweden, welche die Fotos vor ihrer Theorieprüfung machen müssen. Wir gehen noch zu Robin, wo Pesche Anhängerteile kauft. Er will sich einen kleinen Lastenanhänger für zum Eisfischen basteln. Zudem bestellen wir noch einen weiteren Anhänger auf Kufen, wo wir dann Hundeboxen montieren wollen, so dass wir zukünftig die Hunde mitnehmen können, wenn wir mit dem Snowmobile irgendwohin fahren.
Am Mittwoch sucht Pesche im Netz nach einem neuen Esstisch. Der jetzige selber gemachte Tisch sollte im Frühling wieder nach draussen in den Pavillon gestellt werden. Ist gar nicht so einfach, entweder passt die Grösse nicht, oder der Lieferant liefert nicht nach Schweden. Am Nachmittag beginnt es zu schneien.
Am Donnerstagmorgen ist wieder alles weiss. Eigentlich wunderschön, allerdings handelt es sich um Nassschnee, welcher durch den Tag wegen der warmen Temperaturen über Null Grad wieder schmilzt.
Am Freitagmorgen früh beginnt es wieder zu schneien, diesmal gibt es mehr Schnee, welcher länger liegen bleibt. Pesche entschliesst sich diesen nicht Weg zu räumen, sondern mit dem ATV ihn festzufahren. Am Abend haben wir noch Heikkinens zu Besuch. Sampo ist ursprünglich aus Finnland und handelt hier mit Holz. Anna hat sich zur Masseurin ausbilden lassen und bittet nur hier Massagen an und geht an einigen Tagen in der Woche auch in Firmen um dort Massagetermin wahrzunehmen. Es wird ein gemütlicher Abend und sicherlich werden weitere folgen. Denn Sampo und Pesche kochen gerne. Beim nächsten Mal werden sie auf dem Grill oder der Grillstelle was kochen.
Am Samstag muss ich eine Rüeblitorte backen. Nicht ganz einfach hier in Schweden. Marzipanrüebli gibt’s hier keine. Also muss natur Marzipan und Lebensmittelfarbe gekauft und diese selber hergestellt werden. Aber auch das schaffe ich.
Am Sonntag über den Mittag findet ein Kaffeetreffen des Snowmobil Club Råstrand auf Akerholmen statt. Diesmal mit Schweizer Rüeblitorte. Bin gespannt wie die hier an kommt.
KW12
16.03.26 – 22.03.26
Am Montag machen wir uns mal schlau, wegen eines Fototermin für den schwedischen Fahrausweis und werden nach langem Suchen fündig. Wir müssen nach Lycksele und das geht nur in ungeraden Wochen am Dienstag zwischen 10.15 – 10.45 Uhr. Es ist keine Terminreservation nötig oder möglich. Also planen wir am kommenden Dienstag in der KW 13 nach Lycksele zu fahren. Am Mittag bringt uns die Post noch so das eine oder andere Päckli. Jetzt kann ich meine Strickprojekte beenden. Zuerst den Doubleface Knitting Pullover und dann am Mittwoch die angefangene Strickjacke mit ICord Abschluss.
Am Dienstagmorgen fährt Pesche zum ersten Mal eisfischen. Er kommt mit einem kleinen Barsch (Egli) zurück, er hat ihn schon ausgenommen und wir können ihn gleich vakuumieren und eingefrieren. In der Hoffnung, dass er noch ein paar weitere solche kleineren Exemplare fischt, damit es irgendeinmal vielleicht Fischknusperli gibt. Pesche erhält noch einen Anruf von Vivianne, welche ihm mitteilt, dass das Paket jetzt auf der Post sei. Sie und ihr Freund konnten anhand des Strichcodes herausfinden, wieso das Paket wieder zurückgekommen ist. Die Postleitzahl wäre falsch gewesen. Schon komisch, nur wegen eines Verschreibers der PLZ, geht das Paket nicht über den schweizerischen Zoll. Dabei sollte es doch einfach sein, die richtige PLZ innerhalb der Schweiz herauszufinden.
Am Mittwoch fährt Pesche zuerst nach Gargnäs um das Snowmobil auf zu tanken und einzukaufen. Ich bin derweilen am Nähen. Als er zurückkommt, meint er, dass wir für den Eisbohrer einen Sack oder eine Tasche machen müssen, damit dieser nicht das Metall des Snowmobils zerkratzt. Da wir aber keinen Stoff mitgenommen haben, weiss ich gerade nicht aus was ich das machen sollte. Wenn ich jetzt Stoff bestelle, dauert das mindestens eine bis zwei Wochen.
Am Donnerstagmorgen finden wir in unserem alten Rossstall eine Pferdedecke, welche ich kurzerhand umnähe, um die gewünschte Hülle für den Eisbohrer zu machen. Anschliessend fährt Pesche wieder los um eisfischen zu gehen, diesmal hat er das neuen Fischfindergerät dabei. Heute geht ein kühler Wind, welcher durch und durch geht. Pesche kehrt ohne Fisch zurück, er meinte nur dass es heute nichts als kühlen Wind gäbe. Ich starte mit dem nächsten Strickprojekt einer Tunika.
Am Freitagmorgen fährt Pesche nach Malå um den Arzttermin im Spital wahrzunehmen. Anschliessend kauft er noch ein und kommt wieder zurück. Währenddessen gehe ich mit den Hunden auf eine spätere Morgenrunde, da Onni heute um 5 Uhr bereits schonmal eine verkürzte Morgenrunde wünschte. Am Nachmittag repariert Pesche die Schneefräse, welche durch die schweren, nassen Schneewalls einen Defekt erlitten hat.
Am Samstag gehe ich zuerst auf die 2. Morgenrunde, die Erste war diesmal um 4 Uhr morgens. Später spannt Pesche die Hunde vor den Quad/ATV und geht mit ihnen eine Runde fahren/laufen. Es ist so warm, dass der Schnee überall schmilzt und wo er nicht ganz weg geht bilden sind Übernacht Eisfelder, welche ein darüber laufen zum Balanceakt wird. Die letzte Hunderunde findet diesmal um 2 Uhr morgens statt. Dafür haben wir eine erholsame Nacht ohne Störung, selbst Hucky bleibt die ganze Nacht ruhig.
Am Sonntag haben wir einen bedeckten Himmel, es macht einem nicht an, irgendwas zu tun. Heute gibt’s ausser den Runden mit den Hunden wohl ein Ruhetag im Haus.
KW11
09.03.26 – 15.03.26
Am Montag fahren wir nach Gargnäs um das zum 2. Mal retournierte Paket abzuholen. Ich habe keine Ahnung wieso das nicht funktioniert. Die letzte Möglichkeit, die wir jetzt noch haben ist, das Paket an Vivianne zu übergeben, damit sie es in die Schweiz mitnimmt und es dort auf die Post bringt. Auf dem Rückweg halten wir noch bei Julia und Gustav und bringen ein paar Filzschuhe der Mutter von Gustav. Ich habe für Sie, welche aus Orange -Brauner Wolle gemacht. Sie mag Herbstfarben. Pesche befreit nach dem Mittag die Feuerstelle vom Schnee und Eis. Er möchte in den nächsten Tagen das Holz mit den Nägeln drin, welches im Tenn rumgelegen ist, verbrennen und so Platz für die Neugestaltung des Tenns voranzutreiben. Am Nachmittag kommt noch Rahel vorbei um einige Fragen zu einer möglichen Auswanderung zu besprechen.
Am Dienstag geht Pesche zuerst mit den Hunden auf eine Runde und dann nimmt er das Paket und geht damit zu Vivianne. Mal schauen, ob sie das Paket mitnimmt. Sie nimmt es mit und erklärt Pesche, dass sie das schon ein paar Mal gehört hat, dass Paket von Schweden in die Schweiz nicht verschickt werden können. Am Nachmittag geniessen wir die Sonne und gehen mit den Hunden spazieren, auf dem Weg nach Akerholmen begegnen wir Alexander und Carl Axel. Alexander schleppt das Snowmobil mit Carl Axel ab. Als wir dann auf dem Vindelälven sind, kommt uns Alexander auf dem Snowmobil entgegen vorne weg läuft Frans. Als er uns sieht, nimmt er Frans auf das Snowmobil, und stoppt dann bei uns. So gibt’s keine Probleme mit Frans und Onni. Alexander verabredet sich mit Pesche fürs Eisfischen am Mittwoch.
Am Mittwoch warten wir auf den Anruf von Alexander, gegen Mittag kommt dieser, allerdings muss Alexander arbeiten, also wird’s nichts mit dem Eisfischen. Auch der Handarbeitsabend wird abgesagt, weil alle Frauen andere Pläne haben.
Am Donnerstag warten wir erstmal auch auf einen Anruf. Alexander meinte, vielleicht klappt es am Donnerstag. Allerdings wird es auch heute nichts. Am späteren Nachmittag fahren wir noch nach Sorsele um Fischequitment fürs Eisfischen zu kaufen. Damit Pesche auch selber gehen kann.
Am Freitag raut Pesche erstmals unseren Weg wieder auf. Der Schnee schmilzt und wird matschig. Allerdings gefriert es Übernacht wieder, die Schlittschuhbahn ist sonst vorprogrammiert. Am späteren Nachmittag fährt einen grossen Traktor über den Weg und räumt den Schnee von der Strasse er räumt ihn bodeneben weg und macht so bei uns und auch bei Ingemar einen riesen Absatz, welcher Pesche mühselig mit dem ATV glättet und so unsere Ausfahrt wieder befahrbar macht. Anschliessend hilft er Ingemar bei seinem Absatz.
Am Samstag findet das Vindelälven Rennen statt. Es handelt sich hier um ein Staffelrennen über den Vindelälven von der Quelle bis zum Meer ca. 280Km. Allerdings ist es heute so warm, dass sie wohl nicht mehr so weit kommen werden, wie andere Jahre. Pesche wird angefragt, ob er bei der Wechselzone Råstand helfen würde. Er geht daher bereits gegen 9 Uhr morgens zu Lars Erik rüber um zu helfen. Ich gehe auf der Morgenrunde mit den Hunden kurz vorbei. Am Freitag hat ein grosser Traktor den Schnee zwischen den Häusern von Lars Erik und Carl Axel so weit entfernt, dass jetzt eine riesen Eisbahn entstanden ist. An laufen über das Eis ohne Spikes unmöglich. Ich kämpfe mich über die Eisbahn mit den Hunden nach Hause, von dort aus werde ich über die Kamera von Carl Axel das Rennen verfolgen.
Am Sonntag ist das Nachrennen Treffen in Avakojan. Die Gruppe geht dort Lunchen, diesmal nimmt jeder sein Lunch selber mit. Vermutlich fahren wir auch kurz hin und lassen die Hunde im Haus.
KW10
02.03.26 – 08.03.26
Montag haben wir strahlend blauen Himmel und es wird über Null Grad, was bedeutet der Schnee zu schmelzen beginnt und von den Dächern runter rutsch. Um Dachlawinen zu verhindern befreit Pesche das Dach des Hauses soweit möglich vom Schnee.
Dienstag geht’s weiter mit Schnee räumen, da es in der Nacht unter Null Grad wird, heisst es die herunterfallenden Schneemassen sofort weg zu räumen, ansonsten wird der Schneehaufen so kompakt und eisig, dass er nicht mehr entfernbar ist. Dies gilt vor allem auch bei den beiden Einfahrten der Scheune. Am Nachmittag beginnt es nochmals zu schneien, und dass zuerst in grossen Flocken, was eigentlich wunderschön wäre. Später ändert er sich aber zu Nassschnee, was dann weniger toll ist.
Mittwoch gegen Mittag fahren wir mit dem Mercedes nach Storuman, um noch die letzte fehlende Zielleiste am Frontteil einsetzen zu lassen. Am Nachmittag gilt es weiter den herunterfallenden Schnee von den Dächern wegzuräumen. Bis am späteren Abend ist der meiste Schnee von beiden Dächern runtergerutscht. Am Abend findet der Handarbeitsabend im Schulhaus bei Julia statt.
Donnerstagmorgen muss Pesche die Einfahrt der Scheune, wo der Mercedes steht freischaufeln, jetzt ist wirklich noch der Rest Schnee runtergerutscht. Und da es in der Nacht unter Null Grad ist, ist der Schneewall ganz schön schwer und kann nicht direkt mit der Schneeschleuder entfernt werden, sondern muss zuerst von Hand mit der Schaufel abgetragen und zu kleineren Mengen präpariert werden, so dass die Schneeschleuder die Menge Nassschnee verarbeiten kann. Die Wege werden auch ganz schön eisig, jetzt gilt es wieder aufzupassen beim Laufen, oder gleich Spikes anzulegen.
Am Freitagmorgen fahren wir nach Malå um Salz und Kies einzukaufen, damit die heiklen Stellen vom Eis befreit werden können, oder mit Kies bestreut, damit man nicht gleich umfällt. Vor dem Systembolagen hat ein Fleischhändler ein Stand aufgestellt, bei welchem wir getrocknetes Rentierfleisch kaufen. Schmeckt lecker ist aber auch ganz schön teuer. Weiter kaufen wir noch die normalen Lebensmittel im ICA ein und gehen auch noch beim Coop vorbei. Zurück beginnt Pesche mit dem Weg präparieren.
Am Samstagmorgen befreit Pesche die beiden Anhänger vom Schnee und fräst den Platz, wo die beiden Anhänger stehen frei. Ich bin in der Zwischenzeit wieder am Stricken von Filzschuhen für die nächsten Gäste von Julia und Gustav. Pesche entsorgt mit dem neuen Anhänger und dem ATV Papier und Plastik und geht dann noch mit den Hunden auf eine grössere Runde.
Am Sonntagmorgen gehe ich zuerst mit den Hunden über den Snowmobiletrack .Anschliessend geniessen wir die Sonne am späteren Nachmittag haben wir noch Jahresversammlung des Intressenvereins Råstrand auf Akerholmen, mal schauen wieviel wir verstehen. Aber es gibt Kaffee und Kuchen.
KW9
23.02.26 – 01.03.26
Am Montag hat Pesche die Homepage aktualisiert. Und die Texte korrigiert, nach dem es mir alles verschossen hat. Die Bildgalerie wurde mit aktuelleren Fotos und Videos versehen. Ich fahre mit dem Quad ins Schulhaus, um die 8 Paar Filzschuhe für die neuen Gäste zu liefern. Dabei besichtige ich mit Julia noch die neu gemachten Räume, bei denen ich beim Malen der Wände mitgeholfen habe. Jetzt ist Gustav noch daran, einen Teppichboden einzulegen, es handelt sich dabei so um quadratische Teppichbodenplatten. Dies dienen auch dazu, dass die Geräusche gehemmt werden. Am Nachmittag fragen sie Pesche an, ob er helfen könnte, die alte Duschkabine zu entfernen und die Neue vom 1. Stock in den Keller zu bringen. Allerdings sind die Türen zu schmal, und anstelle der geplanten 15 Minuten wird es locker 2 Stunden daraus, denn sie müssen zuerst die alte Duschkabine verschrotten und die Einzelteile raustragen, und später dann auch die neue Kabine in Einzelteile die 2. Stockwerke runtertragen und dort wieder zusammen zu bauen. Am Schluss stellt sich heraus, dass die neue Duschkabine ein Leck hat und trotzdem noch nicht benutzt werden kann. Die nächsten 8 Gäste müssen sich mit einer Dusche begnügen. Da ich in dieser Zeit zu Hause bin und die Tiere beaufsichtige, stelle ich fest, dass mein Wolle Lieferant wieder Ware ans Lager bekommen hat und ich meine Wollvorräte für die Filzschuhe auffüllen kann. Ich mache eine Grossbestellung.
Am Dienstag fahren wir nach Malå ins Spital um nach den Möglichkeiten für die Beschaffung von Medikamenten zu fragen. Pesche gibt alle seine Unterlagen und die Liste der aktuellen Medikamente ab. Die Empfangsdame kopiert die Dokumente und teilt uns mit, dass sie diese mit einem Arzt ansehen und wir dann später Bescheid erhalten. Anschliessend fahren wir in den ICA um einzukaufen. Der Laden wurde auf der Seite erweitert und sie sind gerade daran, alles umzuräumen. Die einen Gestelle sind leer, dafür sind diese im neuen Bereich eingerichtet. Jetz geht das Suchen wieder los, was wo ist.
Am Mittwoch schneit es wieder einmal, allerdings nicht so viel, dass es nicht nötig ist den Schnee weg zu räumen. Ich befreie mal die weissen Eingangs- und Küchenmöbel vom Russ, die beim einheizen des Schwedenofens entstanden sind. Eigentlich hat es mich schon lange gestört, hatte aber nicht das geeignete Putzmittel dafür. Welches ich in der Zwischenzeit bestellt und erhalten habe. Am Abend findet der Handarbeitsabend wieder einmal bei mir statt. Der Erste, der erscheint ist Joackim – lustig, ist auch der erste Mann, der an unseren sonstigen Frauenveranstaltung teilnimmt. Später kommt dann noch seine Tochter Erica. Ela entschuldigt sich, weil ihr Sohn den ganzen Tag schon aufgedreht war, und sie James entlasten muss. Julia ist in Umeå Gäste abholen und von Therese und Gudrun wissen wir nichts. Eigentlich war geplant, dass ich mit Ela zusammen Strickmuster für Pullover anschaue, damit sie sich ein Model aussuchen kann, welche ich dann für sie stricke. Tja aus dem Vorhaben wird vorerst nichts.
Am Donnerstagmorgen beobachten wir wie 2 Reh auf unser Grundstück kommen uns sich an unseren Gebüschen genüsslich tun. Sie umrunden das ganze Haus in einem Abstand von ca 1 Meter unglaublich, gut schlafen unsere Hunde und bemerken die Rehe nicht. Wir fahren am Nachmittag nach Gargnäs um ein paar Sachen einzukaufen und treffen dort auf Therese.
Am Freitagmorgen versuchen wir mal alle unsere Fixkosten von unseren Postkonten auf das schwedische Konto umzumünzen. Mein Postkonto wird gekündet, die schweizer Kreditkarten künde auch auf den nächsten möglichen Termin. Die Kreditkarte der schwedischen Handelsbank konnte ich erfolgreich für alle Einkäufe benutzen, so dass ich keine weiteren Kreditkarten mehr benötige. Wir füllen auch noch die Abstimmungsunterlagen aus und ich bringe sie anschliessend am Nachmittag in den ICA Gargnäs auf die Postnord Stelle. In der Zwischenzeit befreit Pesche unseren Platz und die Zugangswege vom neu gefallenen Schnee. Er versucht auch den Halbkreis hinter dem Haus vom Schnee zu befreien, dieser dient zurzeit den Hunden als Rennstrecke. Weil es genügend Schnee hat, können wir es ab und zu wagen, sie rum rennen zu lassen. Allerdings gerät er zwei Mal mit dem Schneetöff in den hohen Schnee und bleibt stecken, muss das Gefährt wieder freischaufeln. Was natürlich Kraft und Power braucht. Ganz kaputt kommt er rein und ich muss für ihn die Nachmittagsrunde mit den Hunden übernehmen. Dabei treffe ich auf Alexander, der von der Arbeit kommt.
Am Samstag haben wir wieder strahlend blauen Himmel. Im Moment haben wir nur weniger Grade unter null, das heisst es beginnt alles zu schmelzen. Am Dachkännel wachsen die Eiszapfen und der Schnee auf dem Dach beginnt wieder runter zu rutschen. Jetzt heisst es wieder vorsichtig zu sein, beim Verlassen des Hauses, wollen ja nicht von einer Dachlawine erschlagen werden. Pesche aktiviert die Hunde Tracker und montiert diese wieder an das Hundegeschirr. Sollte doch einer beim Rumrennen weitergehen als wir das möchten, können wir sie orten und wieder einsammeln.
Am Sonntag haben wir bereits ab 7 Uhr strahlend blauen Himmel. Wir werden wohl den Tag an der Sonne geniessen.
KW8
16.02.26 – 22.02.26
Am Montag fahre ich zum ersten Mal mit dem Snowmobile nach Avakojan um zu schauen, wohin wir am Dienstag gehen müssen. Wir treffen dort auf Therse und Alex mit Frans und dem Pudel von Dik. Pesche sitzt hinten und weisst mir den Weg. Wenn der Track mit dem Gitter gespurt ist, ist es ganz angenehm zu fahren. Allerdings hat es auf dem Rückweg über den Vindelälven keine breiten Spuren mehr, jetzt wird’s doch ganz holprig.
Am Dienstagmorgen werden wir von einem Lastwagenfahrer geweckt. Er bringt uns den grösseren Kühlschrank mit inkludierten Tiefkühlschubladen und den Tiefkühlschrank von IKEA. Wir stellen beide Geräte vorerst mal ins Haus. Für die Weiterverwendung der Geräte haben wir vorerst keine Zeit. Am Mittag fährt Pesche mit den Hunden mit dem Schlitten nach Avakojan und ich fahre zum ersten Mal alleine den Weg mit dem Snowmobile. Bin ganz schön nervös, aber komme gut an. Skjell und Ruben sind bereits am Feuer machen und Stefan ist auch schon da, er fährt dann einige Zeit später wieder weg, um noch Dani zu holen. So langsam treffen die Leute ein. Gudrun hat die traditionellen Semlor gemacht. Semlor sind Hefe Brötli, bei welchem der Deckel entfernt wird und mit einer Mandelmasse und Schlagrahm gefüllt werden. Anschliessend wird der abgeschnittene Deckel wieder aufgesetzt und mit Puderzucker bestreut. Das ist hier eine Fasnachtsspezialität. Schmeckt wirklich lecker.
Am Mittwochmorgen steht fest, dass der Handarbeitsabend nicht stattfindet, alle anderen Frauen haben andere Aktivitäten. Ela ist am Arbeiten, Gudrun geht auf eine Party, Julia hat Gäste, Therese und Erica haben sonst was los, also bleibe nur noch ich übrig. Wir versuchen den Tiefkühler in den Keller zu transportieren, leider ohne Erfolg. Der neue grössere Kühlschrank stellen wir anstelle des alten in die Küche und räumen in im Laufe des Nachmittags um. Es klopft an der Tür und die neue Karette/Anhänger wird geliefert. Sämtliches Verpackungsmaterial räumen wir ins Auto und gehen es entsorgen und anschliessend noch nach Gargnäs um einzukaufen und ein weiteres Paket mit Schuhen für mich abzuholen. Das Paket, welches wieder zurückkam, können wir leider noch nicht aufgeben, die Angestellten im ICA, wissen nicht wie man eine Sendung für in die Schweiz, verarbeitet. Ich muss warten bis Sarah wieder arbeitet, oder wir nehmen es am Donnerstag oder Freitag mit, wenn wir einkaufen gehen.
Am Donnerstag haben wir einen nebligen, trüben Tag. Pesche fährt mit dem Snowmobile einen Weg zum Hintereingang des Hauses, damit wir den alten Kühlschrank und den Tiefkühler aussenrum in den Keller transportieren können. Die Treppe im Hausinnen ist zu steil und zu eng, um den Tiefkühler noch verpackt in den Keller zu bringen. Doch leider ist vor dem Hintereingang alles vereist und wir kommen dort nicht rein. Also zurück auf Anfang, wie kriegen wir nun die Geräte in den Keller. Pesche entfernt die Türen, die Tablare und Schubladen der Geräte und dann versuchen wir die Hülle über die innen Treppe runterzutragen. Viel Platz hat es nicht, aber es geht. Dann werden die Geräte im Keller wieder zusammengeschraubt und die Tablare und Schubladen wieder eingesetzt. Jetzt braucht es noch Strom, den kriegen wir mit Verlängerungskabel auch noch hin. Jetzt müssen wir diese mal stehen und laufen lassen, bis wir sie befüllen können.
Am Freitagmorgen fahren wir nach Lycksele. Bei Öradd’s gehen wir die bestellten Handschuhe kaufen und besorgen auch noch gleich breitere Ski’s für das Snowmobil. Anschliessend fahren wir in den Grånngarden um ein Eisenkonstrukt für das Spitteln des Holzes zu kaufen. Hier gibt’s auch viel Tierbedarf, da decken wir uns immer mit Leckerlis ein. Weiter geht’s in den ICA um einen Grosseinkauf zu machen, damit wir unsere Vorräte wieder auffüllen und auch den neuen Tiefkühler mit Fleisch und Gemüse bestücken können, so dass wir nur noch die Milchprodukte jeweils in Gargnäs einkaufen müssen. Auf dem Rückweg beginnt es in Gargnäs zu schneien. Es schneit die ganze Nacht, so das Pesche am Samstag was zu tun hat.
Am Samstagmorgen besprechen wir zuerst die Lage der Scheune und wie wir die zukünftig optimale benutzen können. Die Idee geht von ganz abreissen und eine neue Fertighalle hinzustellen, bis zur optimalen Nutzung und Anpassung der bisherigen Scheune. Anschliessend befreit Pesche unseren Platz vom Neuschnee und ich muss bis am Mittwoch 5 Paar Filzschuhe machen für die neuen Gäste von Julia. Am Abend habe ich 2 Paar geschafft.
Am Sonntag gibt wohl wieder ein eher ruhiger Tag ohne grosse Aktivitäten. Pesche wird wohl mit dem Snowmobile eine Runde drehen und möglicherweise mit dem Gitter den Track von unserem Haus zum Feld planieren. Denn dieser Track benutzen wir auch mit den Hunden, um zu Fuss oder mit dem Schlitten auf dem Haupttrack zu gehen. Denn ab Mittwoch nächster Woche kommt der nächste Schnee. Meine Aufgabe ist klar, stricken was das Zeug hält es müssen noch 3 Paar Filzschuhe gemacht werden und Pesche ist mit seiner Lieblingsarbeit beschäftigt Schnee…..
KW7
09.02.26 – 15.02.26
Es schneit seit Mitternacht, Pesche befreit am Montagmorgen die Treppe vom gefallenen Schnee. Nach dem Morgenspaziergang schauen wir Olympia Kombi der Herren und sehen den 2. Schweizer Sieg. Der Rest des Tages halten wir uns still. Pesche macht Brotteig und backt anschliessend die Brötli im Schweden Ofen.
Am Dienstagmorgen früh, entdecke ich einen Elch auf unserer Einfahrt, er macht sich genüsslich am Busch zu schaffen. Pesche fräst den ganzen Vormittag den Platz und befreit diesen vom gefallenen Schnee. Die Seilwinde des ATV’s ist leider eingefroren und er kann somit den Schneepflug am ATV nicht benutzen. Während dessen haben wir noch 2 Stunden Stromausfall, was dazu führt, dass es merklich kühler wird im Haus. Gottlob hat Pesche nach dem Frühstück bereits den Ofen angelassen, so können wir die Wärme um die 19 Grad aufrechterhalten. Ab dem Mittag haben wir wieder Strom und können die Kombi der Damen schauen.
Am Mittwoch schauen wir den Super G der Herren und am Abend findet wieder der Handarbeitsabend, diesmal bei Ela, statt.
Am Donnerstag machen wir nichts Besonderes, es ist ziemlich kalt draussen, so dass es auch den Hunden angenehmer ist drinnen zu bleiben. Julia sendet mit noch ein Bild von meinen Filzschuhen, die werden in England auch zu Hause weiterbenutzt.
Am Freitagvormittag fahren wir nach Gargnäs, ich habe mein Paket wieder zurückerhalten. Anscheinend will der Schweizer Zo ll mein Paket nicht annehmen, weiss aber nicht genau wieso. Ich versuche herauszufinden, was das Problem ist, denke aber ich werde das Paket an Dani übergeben, vielleicht geht das von Deutschland aus einfacher. Abends macht Pesche den ersten Braten im Schwedenofen. 2 Stunden später gibt es Schweinsbraten.
Am Samstag ist es wieder sehr kalt am Morgen, aber wunderschönen Sonnenschein. Auf dem Morgenspaziergang treffen wir bei Dani und Stefan auf eine Rehfamilie. Gottlob verhalten sie sich still und bewegen sich nicht, die Hunde haben sie nicht gesehen, so dass ich über den Snowmobile Track und durch den Wald ohne grössere Probleme zurücklaufen kann. Am Nachmittag will Pesche mit dem Hundeschlitten auf eine Runde. Onni hat aber def. Keine Lust und streikt. Also gibt’s im späteren Nachmittag einfach nur ein Spaziergang. Am späteren Abend macht Pesche wieder Brotteig, diesmal backt er sie normal im Steamer.
Am Sonntag erwachen wir bei strahlendem Sonnenschein. Es ist -20 Grad, also ein paar Grad wärmer, als die letzten Tage. Wir bekommen von Gudrun über den Råstrand Chat eine Nachricht, dass am Dienstag in Avakojan um 13.00 Uhr, die Fasnacht gefeiert wird. Bin gespannt, wie das hier von statten geht.
KW6
02.02.26 – 08.02.26
Am Montag gegen Mittag fahren wir nach Lycksele. Wir machen beim Schulhaus noch einen kurzen Stopp um Gustav zu fragen, ob er noch irgendwelche Schrauben oder anderes Baumaterial benötigt, welches wir im Baumarkt in Lycksele für ihn besorgen könnten. Er verneint, und meint, dass er am Nachmittag so oder so nach Sorsele gehen müsse, und sich dann dort beim Bygga selber eindeckt mit dem Material, welches er noch benötigt. Auf der Hin- wie auf der Rückfahrt sehen wir für einmal weder Rentiere noch Elche. In Lycksele gehen wir zuerst in den Granngården und kaufen für Hucky ein neues Bett, welches wir dann zwischen die Holzbalken im Essbereich legen können. Anschliessend fahren wir zu Robin um für Pesche neue warme Handschuhe zu kaufen und für den ATV den Service ins Handbuch einzutragen. Die Handschuhe sind zu klein, passen aber mir. Jetzt habe ich ein weiteres Paar warme Handschuhe und für Pesche bestellen wir die nächste Grösse. Wir können die so in ein bis zwei Wochen abholen. Anschliessend fahren wir in den ICA und machen einen Grosseinkauf. Schlussendlich fahren wir noch in den Wollladen und besorge noch Wolle für einen weiteren Pullover.
Am Dienstag schraube ich noch die Schubladen zusammen, die unter das Bett kommen. Pesche geht mit den Hunden und dem Schlitten auf eine Runde.
Am Mittwoch fährt Pesche mit dem Snowmobile eine Runde, allerdings ist es ziemlich kalt, er fragt trotzdem bei Stefan nach, ob er mit auf eine Tour kommen will. Dieser bekommt am Nachmittag Besuch und kann daher nicht mit. Die Tour wird auf einen anderen Tag verschoben. Am Abend findet der Handarbeitsabend bei Julia im Schulhaus statt, ich fahre mit dem ATV hin, ganz schön frisch, das Halstuch gefriert sogar vom Fahrtwind ein. Julia schickt mir noch weitere Schuhgrössen für die Teilnehmer, welche ab Montag kommen. Ich werde Samstag und Sonntag wieder ins Schulhaus gehen um ihr zu helfen, vermutlich diesmal beim Aufräumen und Putzen und vorbereiten für die ankommenden Gäste.
Am Donnerstagmorgen ist es – 39 Grad, nach einem kurzen Spaziergang mit den Hunden entscheiden wir, dass es zu kalt ist um weiter Outdoor Aktivitäten zu machen. Nach einem Telefongespräch mit Stefan, verschieben sie die Snowmobile Tour bis es ein paar Grad wärmer wird. Pesche fährt am Nachmittag nach Gargnäs um zutanken und für eine Pizza zu einzukaufen. Wir wollen unseren Backofen-Teil im Schweden Ofen ausprobieren. Im ICA Gargnäs trifft er auf Therese, die sich mit Sarah unterhält und auf ein Paar aus Zürich, welches mit seinen 6 Hunden in Gargnäs Trainingsferien machen.
Am Freitagmorgen frühstücken wir mit der Mutterelch und ihrem Jungen. Sie haben sich auf unserem Land niedergelegt und kauen die abgekauten Äste wieder. Anschliessend macht Pesche noch einen Call mit Martin und zeigt ihm, dank dem schönen Wetter die Umgebung. Es ist immer noch sehr kalt. Die Hunde Spaziergängen werden kurzgehalten, den auch den Hunden ist es zu frisch. Solange sie laufen geht es, aber sobald man stehen bleibt, heben sie abwechselnd die Pfoten.
Am Samstag müssen wir zuerst die Olympia Abfahrt der Herren schauen und dann fahre ich ins Schulhaus um Julia zu helfen. Wir bringen sämtliches Baumaterial in die Aula und leeren so die einzelnen Zimmer. Anschliessend wird der Boden mit dem Besen vom groben Unrat befreit und amit dem Staubsauger noch den Feinstaub entfernt. Dann beschliessen wir, dass wir den Rest am Sonntag machen. Ich fahre mit meinem Schlitten wieder nach Hause und sehe dann, dass Gudrun mich angerufen hat. Sie hat auch ein SMS geschrieben und mir mitgeteilt, dass sie ein Mädelsabend in ihrer Bar mache und ich dazu eingeladen sei. Allerdings bin ich zu müde und mag nicht nochmals an die Kälte raus und sage ihr ab. Pesche hat in der Zwischenzeit mit den Hunden einen grossen Spaziergang über den Vindelälven gemacht. Es ist zwar kalt, aber wunderschön.
Am Sonntagmorgen früh, weckt mich Onni und wir gehen nach draussen. Als beide ihr Geschäft verrichtet haben, sehe wir einer unserer Elche aus dem Gebüsch fortspringen. Gottlob ist es noch dunkel und die Hunde können nicht sehen, wohin er geht. Nach einer weiteren Runde schlaf, starten wir in den Tag. Pesche schaut, dass er den ATV wieder starten kann und ich gehe am Nachmittag wieder ins Schulhaus, um noch die Böden feucht aufzunehmen. Eventuell starten wir noch mit dem einrichten, das weiss ich jetzt allerdings noch nicht.
KW5
26.01.26 – 01.02.26
Am Montag im späteren Vormittag fährt Pesche mit den Hunden und dem Schlitten eine grosse Runde. Er fährt über den Vindelälven Richtung Tväravan und ist ca 2,5 Stunden unterwegs. Ich räume in der Zwischenzeit sämtliches Papier und Plastik in den Passat, um später Alles an der Entsorgungsstelle zu entsorgen und dann weiter nach Gargnäs um ein Paket abzuholen und einzukaufen.
Am Dienstagvormittag liefert uns DHL das bestellt neue Bett. Da schneebedeckte Äste eines Baums über die Einfahrt hängen, kann oder will der Lastwagenfahrer nicht weiter auf unser Grundstückfahren und wir müssen die 4 Kartons von der Einfahrt ins Tenn tragen. Später gibt’s so einen wunderschönen Sonnentag, dass wir Beschliessen einen grösseren Spaziergang zu machen. Wir laufen Richtung Åkerholmen und gehen dann auf den gefrorenen Vindelälven (Fluss). Wir laufen quer zu Råstrand dem Fluss entlang, bis zum Haus von Carl-Axel, dabei sehen wir ganz viele Rentier und Elchspuren, zum Teil ganz grosse Abdrücke von einem Bullen. Dem möchte man sicherlich nicht gegenüberstehen. Wobei die Elche erst gefährlich werden, wenn sie die Ohren nach hinten legen, sonst sind sie in der Regel friedlich. Bei der Rückkehr finden wir 2 weitere Pakete vor unserem Haus vor, diesmal sind es noch die Matratzen zum neuen Bett. Auf Grund der vielen Einzelteile des Bettgestells, beschliessen wir nur die neuen Matratzen auszupacken und diese auf das bestehende Bettgestell zu legen. Hier handelt es sich um zwei Einzelmatratzen, die aber über den Umhang zu einer Matratze zusammengefügt werden.
Am Mittwoch starten wir dann mit dem montieren und aufstellen des neuen Bettes. Am Mittag ist es geschafft, das neue Bett ist zusammengestellt. Jetzt müssen wir nur noch das alte Bett in dem Saustall unterbringen. Jetzt fehlen nur noch die neuen Lättliroste, aber es schläft sich x-mal besser, als auf dem IKEA-Bett. Am Abend ist bei mir noch der Handarbeitsabend. Auch diesmal kommt nur Gudrun, alle Anderen sind anderweitig beschäftigt.
Am Donnerstag fahren wir nach Blattnicksele um ein dort abgeliefertes Paket abzuholen, es handelt sich noch um spezielle Auflagen unter der Matratze, um diese von unten her zu schützen. Am späteren Nachmittag geht Pesche mit den Hunden spazieren und trifft auf den Snowmobil-Tracks auf 7 Elche. Die Hunde drehen auf Grund der Tiere und deren Geschmack schlicht weg durch und sind fast nicht mehr zu halten. Kaputt und ausser Atem kehrt Pesche zurück und braucht dem entsprechend Erholung. Es ist unglaublich was für Kräfte Huskies haben, wenn sie was wollen.
Am Freitag lassen wir es ruhiger angehen und machen den ganzen Tag nicht sehr viel. Nicht nur Pesche sondern auch die Hunde brauchen einen Erholungstag.
Am Samstag fragt Gudrun über den Råstrand Chat nach kleinen Konfigläser. Ich schreibe Ihr, was ich alles für Gläser habe. Sie kommt gegen 16 Uhr vorbei um diese abzuholen und bringt uns ein Stück selbstgemachter Halumi Käse vorbei. Später am Abend sucht Gustav über den Chat noch nach Schrauben, damit er im Schulhaus weiterfahren kann. Pesche sucht die entsprechenden Schrauben im Tenn und verspricht Gustav, diese am Sonntagmorgen im Schulhaus zu hinterlegen.
Am Sonntagmorgen bringt Pesche auf der Morgenrunde mit den Hunden, die Schrauben ins Schulhaus und berichtet über den aktuellen Stand, der Renovierungsarbeiten. Soeben bekomme ich eine Nachricht von Marianne und Bertrand, welche zurzeit auf Cook Island sind. Sie wollen heute Abend mit uns per Facetime telefonieren, wir freuen uns darauf. Es ist schon unglaublich, egal wo man ist, ein Chatten oder Telefonieren rund um die Welt ist heute ein Kinderspiel.
KW4
19.01.26 – 25.01.26
Am Montagmorgen geht Pesche mit dem Schneetöff eine Runde fahren und sucht nach dem Weg nach Gargnäs, um dann auch dort einkaufen zu gehen. Er trifft dabei auf Alex, Ingemar, Lars Erik und Skjell, welche soeben den Weg nach Gargnäs gespurt haben.
Am Dienstag machen wir nichts Spezielles geniessen einfach den Tag. Schauen ab und zu den Elchen zu, welche über unser Land spazieren und sich an den Zeigen der Bäume satt fressen.
Am Mittwochabend findet der Handarbeitsabend bei Gudrun statt, diesmal kommt noch eine Kollegin von ihr und es wird fast nur schwedisch gesprochen, was für mich sehr anstrengend ist und ich nur Bruchteile davon verstehe.
Am Donnerstag fahre ich mit dem ATV ins Schulhaus, um Julia beim Malen der Wände zu helfen. Es geht um die 2. Grundierungsschicht. Allerdings muss ich diesmal nach 3 Stunden aufhören, ansonsten bricht meine Sehnenscheidenentzündung wieder aus, und dass kann und will ich nicht riskieren. In der Zwischenzeit geht Pesche mit den Hunden auf eine grössere Hundeschlittentour quer über den Vindelälven und macht dabei ein kleines Video. Die Landschaft ist traumhaft.
Am Freitagmorgen fahren Pesche und ich mit dem Schneetöff nach Gargnäs um einkaufen zu gehen. Natürlich nimmt der nicht einfach den direkten Weg, sondern fährt noch einen Umweg über den Vindelälven und beim Rückweg um Råstrand herum. Es ist traumhaft, allerdings wird’s dann doch kalt. Mein Mantel reicht mir beim Sitzen nicht über die Knie, und das wird bei minus 15 Grad Aussentemperatur und dem Fahrtwind doch ganz schön frisch. Beim nächsten Mal muss ich unbedingt die ganz warmen Fjäll Raven Hosen anziehen. In der Zwischenzeit sind unsere Tiere alleine zu Hause, aber so wie es scheint, ist das kein Problem. Am Nachmittag geht Pesche mit Stefan auf eine grössere Schneetöfftour. Sie nehmen einen kleineren Weg, der sich als nicht so geeignet herausstellt. Sie müssen ein paarmal die Schneetöffs wieder ausgraben, weil sie sie im Schnee versenkt haben. Aber dank Schaufel und Seil, und dank dem sie zu zweit sind, ist das nicht so ein Problem. Pesche kommt zwar ein wenig ausgekühlt aber glücklich zurück. Auch er wird beim nächsten Mal auf die noch wärmeren Hosen zurückgreifen.
Am Samstagmorgen besuchen uns wieder 2 Elche. Auf einmal rennen Sie beide Richtung Vindelälven davon, und dass bei über kniehohem Schnee unglaublich, wieviel Power die haben. Ich entdecke noch eine weitere Elchspur, welche ganz nahe unseres Hauses auf der Vorderseite durchgeht, möglicherweise hatten wir da mal ein Besucher, der wirklich Nahe zum Haus kam. Pesche geht mit den Hunden auf eine Schlittentour und ich male in der Zwischenzeit die Pfoten beim Eingang dunkelblau.
Am Sonntag will Pesche mit den Langlaufskier eine Runde drehen, um dann anschliessend dies mit den Hunden nochmals zu tun. Bin gespannt, was er zu Berichten hat. Ich male nochmals die Pfoten im Eingangsbereich nach und nehme dann das Malerband ab, welches als Schablone diente. Später werde ich noch die frisch gewaschenen Filzschuhe einpacken und anschreiben. So dass sie, für die nächsten Gäste, welche in 2 Wochen eintreffen, bereit sind. Allerdings kenne ich erst 2 Grössen von insgesamt 7, und Julia möchte gerne 7 verschiedene Farben, mal schauen, ob ich das hinkriege.
KW3
12.01.26 – 18.01.26
Am Montag füllen wir die Dokumente für den Umtausch unserer Fahrausweise fertig aus und am Nachmittag bringe ich diese nach Gargnäs auf die Post. Unsere Original Schweizer Fahrausweise sind jetzt auf dem Postweg unterwegs, hoffen, dass wir bald die schwedischen Ausweise erhalten, ansonsten wird’s bei einer Kontrolle wohl ein wenig schwierig dies zu erklären, wieso wir keine Fahrausweise haben. Habe natürlich eine Kopie gemacht, welche wir mitführen. Ich bringe auf dem Hinweg noch die Filzschuhe für die neuen Gäste von Julia und Gustav ins Schulhaus und entsorge Papier und Plastikmüll, sowie Glas und Metall. Später braucht Julia noch Starthilfe beim Auto, resp. Pesche fährt mit unserem Auto mit ihr die Kids vom Kindergarten abholen. Anschliessend schliessen sie ihr Auto an unser CTEK System an. Damit wird dann die Batterie wieder geladen.
Am Dienstag bringt Julia das CTEK System zurück und ist davon begeistert, ebenso Gustav – er hätte nicht gedacht, dass das funktionieren würde. Pesche fährt mit dem Snowmobile und sucht den Grillplatz Avakoia. Ich versuche in der Zwischenzeit bezüglich den Zollpapieren für den Schwedischen Zoll weiter zu kommen. Pesche trifft in Avakoia Gustav mit seinen englischen Gästen an und wird zu einem Kaffee eingeladen. Später macht Gustav dann Palt auf dem Feuer. Aber anders als wir das im Sommer hatten. Im Sommer hatten sie einfach die Paltkugeln im Wasser weiss gemacht. Gustav würfelt die Palt und Brät sie in einer Bratpfanne zusammen mit Speckwürfeli an, so ist Palt viel bekömmlicher und besser. Später fährt Pesche mit den Hunden nochmals zur Avakoia Hütte. Die Englischen Gäste und auch Gustav sind von unseren ruhigen Huskies begeistert.
Am Mittwoch fahren wir nach Malå, um unsere Vorräte aufzufüllen. Pesche macht anschliessend einen Russenzopf. Am Abend ist wieder Handarbeitsabend angesagt, diesmal bei Erica. Es hat am Mittag begonnen zu schneien, der Weg ist trotz Spark (Holzschlitten) mühsam und kraftzerrend. Denn es ist noch nirgends geschnutzt. Therese kommt einige Minuten späte auch mit hoch rotem Kopf daher und erzählt, dass sie ihren Schlitten unterwegs stehen gelassen hat, da sie noch weniger vorankam, als ich. Sie hat nur die Eisenkufen, und die eignen sich im Schnee überhaupt nicht, mein Schlitten hat wenigsten breitere Plastikkufen, was ein gleiten auf Schnee ein wenig einfacher macht.
Am Donnerstag müssen wir Schneeschaufeln, es hat die ganze Nacht geschneit und es liegen sicherlich 20 cm Neuschnee. Ich will selber mal versuchen mit dem ATV Schnee weg zu fahren. Anschliessend zeigt mir Pesche noch wie die Schneefräse funktioniert. Trotz Maschinen wird einem ganz schön warm, ausser die Hände, die sind eher Eisklötze.
Am Freitagmorgen hält Pesche mit seiner alten Swisscom Crew einen Teamscall ab. Leider sind von den ganzen Jungs nur Jonas und Lückel im Call, aber trotzdem ein angenehmes und witziges Gespräch. Lückel ist frischgebackener Papa, wir sehen auf der Kamera den kleinen Lucky, süss. Jetzt ist auch klar, was ich die nächsten Tage mache. Wolle und Muster sind schnell evaluiert. Es entsteht ein kleines Jäckli mit Mütze und Finkli, dazu werde ich eine Nuggikette machen und hoffe, dass ich beim nächsten Einkauf auch einen Nuggi finde. Später schauen wir den Super G von Wengen. Anschliessend fährt Pesche mit dem Snowmobile eine Runde und trifft dort auf Lars und später noch auf Ingemar. Beide sind unterwegs um die Tracks wieder befahrbar zu machen, Pesche hilft dabei.
Am Samstag heisst es zuerst Schneeschaufeln, denn es hat am Freitagnachmittag wieder geschneit. Allerdings haben wir 0 Grad, der ganze Pulverschnee ist wässrig und hart. Zudem kommt der Schnee wieder vom Dach runter, es gilt vorsichtig zu sein, beim verlassen des Hauses. Will ja nicht von einer Dachlawine erschlagen werden. Am Mittag schauen wir dann die Abfahrt von Wengen. Am Nachmittag fährt Pesche mit den Hunden und dem Schlitten eine Runde. Ich bin am stricken und das Babyjäckli ist fast fertig, jetzt muss ich noch Druckknöpfe suchen.
Heute Morgen haben wir wieder Besuch von einem Elch, wo möglich ist es derselbe, welche vor unserem Fenster war. Ich taufe in Lasse. Er knabbert die Bäume zwischen unserem und Lars Eriks Grundstück ab. Jeder hat das Anrecht auf ein Frühstück. Heute muss ich nach einem neuen Reissverschluss suchen, für Pesches Jacke. Wenn ich Glück habe finde ich auch nur einen neuen Gleiter, dann müsste ich nicht den ganzen Reissverschluss ersetzen. Ich bin auf eine gute Bastelseite gestossen, die haben nicht nur Wolle, sondern auch ganz viel Zubehör, ich hoffe, dass ich mit dem Reissverschluss fündig werde.
KW2
05.01.26 – 11.01.26
Am Montagmorgen schaue ich zum Wohnzimmerfenster hinaus und sehe ca 3 Meter vor unserem Fenster einen jungen Elch stehen und an unseren Bäumen Äste abfressen. Ist wohl gerade keine gute Idee mit den Hunden raus zu gehen. Wir fotografieren und Pesche filmt den Elch. Es sind so eindrückliche Tiere, welche wir unseren Liebsten in der Schweiz nicht vorenthalten wollen. Pesche macht einen Live Chat mit Trudy und ich mit meinen Eltern. Später macht er sich auf den Weg Richtung Vindelälven. Dort trifft er auf 2 weitere Elche und geht mit denen zusammen Richtung Åkerholmen. Ich kann nun mit den Hunden eine Runde drehen. Dabei sehen wir auf den Snowmobile Tracks noch die Mutterelch mit Jungtier, die sich in der letzten Zeit immer wieder sehen lässt. Am Nachmittag fahren wir nach Gargnäs um ein paar Sachen einzukaufen. Beim Lukas (unser Baggerführer) sehen wir einen riesen grossen Elchbullen, der sich am Baum genüsslich frisst, keine 2 Meter von der Strasse entfernt. Beim ICA treffen wir auch Carl-Axel, auch er hat den Elch gesehen und so wie ich das verstanden habe, ist es auch für Ihn immer noch etwas Spezielles, wenn die Elche so nah zu sehen sind. Nach der Rückkehr kommt Gustav vorbei und nimmt vom alten Holzhaus 2 Holzpaneels weg, um sie Julia zu zeigen. Das Holz ist von der Sonne so gefärbt, dass es sehr gut geeignet wäre um Möbel daraus zu machen. Ich weiss nur nicht, wie wir dieses Holz nutzen entfernen können ohne, dass das ganze Haus einstürzt. Pesche versucht er den ganzen restlichen Nachmittag bis spät in den Abend nach einer neuen Matratze und einem Holz Bett. Das gekaufte IKEA-Bett ist für meinen Rücken nur eine Zwischenlösung.
Am Dienstagmorgen sucht Pesche weiter, denn er wurde am Montag nicht fündig, respektive, die guten Matratzen und die schönen Holzbetten sogar Made in Sweden, kann man hier nirgends bestellen oder liefern lassen. Schlussendlich findet er doch was Passables. Am Nachmittag klopft es an der Tür und Julia und Gustav kommen vorbei, Gustav schaut sich kurz im Haus um, denn er hat es im alten Zustand gekannt. Sie schauen unsere Badezimmer Paneels an und meinen, dass sie auch solche für das Schulhaus benutzen werden, dann müssten sie nicht die ganzen Wasserabweisenden Zwischenschichten aufziehen. Die wir ja trotz unseres speziellen wasserabweisenden Paneels gemacht haben. Julia nimmt auch noch mein kleines Dampfgerät mit, damit sie die Toiletten im Schulhaus reinigen kann. Er teilt mir mit, dass die von mit gestrickten Filzschuhen für die Gäste gut angekommen sind und dass die nächsten Gäste nächste Woche erwartet werden. Julia wird mir die entsprechenden Schuhgrössen noch mitteilen. Und Gustav möchte auch noch solche Filzschuhe für seine Kids, werde das mit Julia wohl morgen am Handarbeitsabend besprechen können. Anschliessend geht Gustav mit unserer Leiter noch ins alte Haus, er erhofft sich dort, auf alte Artikel zu finden, welche er im Schulhaus ausstellen oder sogar benutzen könnte. Ich glaube er findet nichts, werde aber Julia am Mittwoch fragen. Am Abend schreibt Stefan noch, ob Pesche am Mittwoch auf eine Snowmobile Tour mit anschliessendem Nachtesse mitkommen wollen. Da wir ja am Mittwoch den Handarbeitsabend bei mir ausrichten und die Temperaturen eine längere Fahrt auf dem Snowmobil auch nicht gerade angenehm macht, sagt er ab.
Am Mittwoch muss Pesche wieder einmal den gefallenen Schnee räumen, er meint, dass es wohl besser sein, diesen heute zu räumen, denn es sollte gemäss seiner App die nächsten 2 Tage wieder schneien. Ich buche für uns am Donnerstag bei einem Optiker in Lycksele einen Termin für einen Sehtest, welcher wir benötigen, um unseren schweizerischen Fahrausweis in einen schwedischen umzuwandeln. Suche dann noch die entsprechenden Dokumente zusammen, so dass wir die dann zusammen mit dem Ausweis einschicken können. Dann gilt es das Haus auf Vordermann zu bringen, denn heute Abend ist wieder Handarbeitsabend bei mir. Um 18 Uhr erscheint nur Gudrun, oh was ist mit den anderen? Ella muss arbeiten, Erica ist in Umeå, Julia ist mit den Kids im Hallenbad und von Therese wissen wir nichts. Es wird trotzdem ein lustiger Abend. Gestrickt und gehäkelt haben wir fast nichts, dafür haben wir uns über Rezepte von Hauptmahlzeiten und Dessert unterhalten. Wir trotzdem ein gelungener Abend.
Am Donnerstag fahren wir nach Lycksele zum einen um wieder einmal richtig einzukaufen. Teigwaren, Saft, Sirup und alles was man hier in der Nähe nicht bekommt. Leider gibt’s hier keine gefrorenen Früchte, ich würde gerne wieder einmal einen Fruchtkuchen machen. Um 2 Uhr haben dann unseren Optikertermin, da es sich nur um einen Sehtest handelt sind wir 10 Minuten später schon wieder draussen, was gut ist, denn die Hunde warten ja im Auto. Und es ist 15 Grad Minus, was auch für Hunde die sich nicht bewegen kalt werden kann. Wir haben wieder einmal den Merz genommen um nach Lycksele zu fahren, damit die Hunde in den Boxen mehr platz haben und auch dass der Merz wieder einmal bewegt wurde.
Am Freitag lassen wir es wieder einmal ruhiger angehen. Allerdings hat es immer noch sehr viele Elche und Rentiere in unserer Gegend, das Laufen mit den Hunden ist nicht immer ganz einfach. Am Nachmittag schlägt Pesche vor, dass wir Carl-Axel und Ingmar zum zNacht einladen könnten. Er fährt nach Gargnäs um zu schauen, ob sie auch noch ein Schweinefilet haben, denn eines haben wir im Tiefkühler, das reicht aber nicht. Er hat Glück und bekommt ein Schweinefilet. Auf dem Rückweg hält er bei Carl-Axel und Ingemar an um sie einzuladen. Beide sind erfreut und kommen gerne. Da Pesche nun Küchendienst hat mache ich mich mit den Hunden auf den Nachmittagsspaziergang. Aber auf Höhe Lars Eric steht die Elchkuh mit Kalb, jetzt habe ich nur noch Schlittenhunde oder besser gesagt Zughunde um muss umkehren, sonst kann ich die beiden nicht mehr halten. Der Abend wird sehr gemütlich, Carl-Axel dient als Dolmetscher, den Ingemar spricht praktisch kein Englisch, aber es entsteht trotzdem eine interessante Kommunikation.
Am Samstagmittag machen wir uns auf den Weg ins Schulhaus. Julia und Gustav haben gefragt, ob ich beim streichen der Wände helfen würde. Pesche kommt mit den Hunden mit, falls wir die irgendwie unterbringen könnten, würde er auch helfen. Leider funktioniert das nicht und da wir keine weissen Hunde möchten, oder Wände mit Hundepfoten versehen, geht er mit ihnen wieder nach Hause. Julia und ich beginnen im grössten Raum und bringen die Grundierungsfarbe an. Dann gibt’s es was zum Essen, dazu wird auch Pesche eingeladen. Anschliessend machen wir mit dem kleinsten Raum weiter. Nach gut 7 Stunden ist mein Akku leer und ich beende meine Hilfe. Auf dem Heimweg mit meinem Spark (Holzschlitten) sehe ich noch wunderschöne Aurora Borealis. Julia und Gustav streichen bis 23 Uhr noch weiter, sie schreibt mir, dass sie alle Räume mit der Grundierungsfarbe fertig stellen konnten, auch dank meiner Hilfe. Nach einer angenehm warmen Dusche, bei der ich die restliche Farbe von Haaren und Haut loswurde, strickte ich noch 2 Paar Filzschuhe für Gabe und Alexa, den Kids von Julia und Gustav.
Am Sonntag gibt’s wieder einen wunderschönen Tag, allerdings kalten Tag mit 26 Grad minus. Ich habe nun die Grössen für die nächsten Gäste erhalten und stricken denen auch Filzschuhe, anschliessend muss ich sie noch waschen und dann kann ich sie am Montag ins Schulhaus bringen. Pesche wird wohl eine Runde mit dem Snowmobile fahren und später mit dem Schlitten und Onni, Onna die Snowmobil-tracks unsicher machen.
KW1
29.12.25 – 04.01.2026
Am Montag fahren wir nach Malå um einkaufen zu gehen. Pesche will im Bauladen Stahlschrauben kaufen. Er hat sich am Sonntag ein Brett mit Nägeln (Fakiermässig) gebaut und hat damit begonnen, unseren Gehweg aufzurauen, und so von der Eisschicht zu befreien. Allerdings sind die Messingschrauben zu wenig stark und verbiegen sich, oder brechen gleich ab. Dann müssen wir unbedingt in den Systembolagen und für Kjell eine gute Flasche Whiskey zum Dank für die Hilfe am 23.12.25 kaufen. Anschliessend geht’s in den ICA für den normalen Einkauf. Auf dem Rückweg sehen wir wieder ein paar Rentiere. Diesmal sehen Onni und Onna diese auch, da sie beim Passat hinten und auf der Seite raussehen können, anders als beim Mercedes. Dementsprechend gibt’s ein gejaule und wir haben ein Konzert im Auto. Als wir zurück sind, fahren wir noch kurz zu Kjell resp. Gudrun und bringen den Whiskey vorbei. Kjell ist nicht zu Hause, er geniesst ein paar Tage in seinem Haus in der Nähe von Kvitfjell. Anschliessend montiert Pesche die neu gekauften Schrauben am Brett und fährt weiter über den ganzen Platz um das Eis aufzurauen. Er merkt aber schnell, dass er noch mehr Schrauben benötigt, da wir aber wissen, dass es in Malå keine mehr hat, fährt er am Dienstagmorgen nach Sorsele in diesen Baumarkt. Ich bleibe diesmal mit den Hunden zu Hause und lese ein E-Book. Da es draussen kälter wird, ist es auch in dem Haus nicht mehr so warm und ich versuche ein Feuer im Ofen zu machen. Schon lange kein Feuer mehr gemacht.
Am Mittwoch macht Pesche das Brett fertig und raut den Boden weiter auf. Anschliessend schauen wir fern, am späteren Nachmittag fährt er mit den Hunden und dem Schlitten raus. Da es minus 20 Grad ist, ist das die richtige Temperatur für die Hunde, die drehen so richtig auf und geniessen das Schlittele. Am Abend machen wir es uns vor dem Fernseher gemütlich und essen zwischendurch Lachs und Salat, später ein Rindsfiletstück mit St. Augur Sauce. Um Mitternacht lässt Lars Erik noch 2 kleine Feuerwerksboxen ohne grosse Böller los, welche wir von unserem Fenster bewunderten. Anschliessend ruft uns Cristina und Pierre an und wir telefonieren eine gute halbe Stunde zusammen und Pesche zeigt Ihnen unser Haus. Dann gehen wir schlafen, allerdings wird’s eine kurze Nacht. Onni hat um 3.30 Uhr das Gefühl, dass er nach draussen muss. Und dass selbe nochmals um 6 Uhr. Anschliessend können wir Alle nochmals ein paar Stunden schlafen.
Am Neujahrsmorgen fährt Pesche nochmals mit dem ATV und dem Fakierbrett über unseren Platz, es schneit ein wenig, so dass die Landschaft mit einem Zuckerguss überzogen wird. Zwischendurch telefoniere ich noch mit meinen Eltern und reagiere auf Whats App Nachrichten. Dann fährt Pesche mit den Hunden und dem Schlitten eine Runde und ich mache an meinem aktuellen Strickprojekt Norwegerpulli für Pesche weiter.
Am Freitagmorgen früh, weckt mich Onni und wir gehen eine Runde laufen. Anschliessend schlafen wir noch ein wenig. Am Vormittag ist Pesche im Tenn irgendwas am Tun und hat die Hunde dabei. Ich räume und putze die Küche. Der Schwedenofen bringt nicht nur wärme, auch ganz schöne Russ Ablagen vor allem auf den weissen Möbeln. Anschliessend sind die Katzenkisten wieder einmal daran und am Schluss reinige ich noch das Port à Porti und räume es wieder in den Saustall, so dass es beim nächsten Mal wieder einsatzbereit ist. Hoffentlich gibt’s kein nächstes Mal.
Am Samstag fährt Pesche zuerst mit dem Snowmobile eine Runde, später wird er dasselbe mit den Hunden und dem Schlitten tun. Ich schreibe unseren Wochenbericht und versuche Flüge für die Eltern zu suchen. Nach Rücksprache mit Yvi und Reto buche ich die Flüge und kann auch gleich die Plätze reservieren, dass mache ich zusammen mit den Eltern, mit welchen ich telefonisch verbunden bin. Später schicke ich ihnen die E- Tickets zu. Den Begleitservice fürs Umsteigen muss ich noch organisieren, dazu benötige ich noch Hilfe. Ich verabrede mich zu einem Call mit Marianne Rieder am Sonntag.
Am Sonntag früh geht’s wieder mit den Hunden raus. Auf dem Feld vis – à – vis stehen Rentiere, ups jetzt wird’s anstrengend. Onni bellt, so dass wohl alle in der Umgebung wach werden, und Onna zieht und zerrt an der Leine. Aber die Rens haben längst das Weite gesucht. Heute wird wohl wieder eher ein ruhiger Tag. Ich möchte mein Pulliprojekt beenden. Pesche wird wohl mit dem Snowmobile und anschliessend mit den Hunden unterwegs sein und das bei -33 Grad.